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Colon-Hydrotherapie

Erste Aufzeichnungen über Darmspülungen finden sich schon 1500 v. Chr. im alten Ägypten. In älteren Bibelübersetzungen wird sie ebenfalls erwähnt. Damals gehörte diese Form der inneren Reinigung zur Körperhygiene. Heute haben wir eine eher befremdliche Beziehung zu unserer Verdauung und unseren Ausscheidungen. Im Ergebnis werden Jahr für Jahr Millionen Euro für Abführ- und Schlankheitsmittel ausgegeben.

In der Neuzeit entwickelte sich aus den Darmspülungen die Colon-Hydrotherapie (CHT). Diese sogenannten subaqualen Darmbäder entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts in Wien zunächst über Forschungen zu Fehlernährung und Verstopfung. In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kehrte die Methode, modern und hygienisch in einem Aluminiumkasten verpackt, aus den USA nach Europa zurück. Sie stellt heute ein Standardverfahren in der naturheilkundlichen Therapie dar.

Viele Menschen leiden heutzutage an einer Dysbiose, also einer falschen Zusammensetzung der Darmflora. Durch sterilisierte und denaturierte Lebensmittel, fehlerhafte Ernährung und Lebensweisen, Umweltbelastung und den falschen Gebrauch von Medikamenten wird das Gleichgewicht im Darm ge- und zerstört. Als Folge entwickelt sich ein zunehmendes Erlahmen der Abwehrkräfte im Organismus, da 80 % der Abwehrleistung unseres Körpers aus dem Darm stammen. Die Dysbiose führt dazu, daß Vitalstoffe aus dem Darm schlechter in den Körper aufgenommen und Schlackenstoffe schlechter in den Darm abgegeben werden können.

Prof. Otto Warburg (Nobelpreisträger für Medizin 1931) erkannte bereits damals, daß ein geschwächtes Immunsystem durch einen gestörten Stoffwechsel im Darm die Entstehung und Ausbreitung von Krebszellen wesentlich begünstigt. Obgleich seine Thesen auch heute noch nicht in Gänze unumstritten sind, spricht vieles für seine Annahmen.

Der Darm ist vergleichbar den Wurzeln eines Baumes: Sind sie verfault und tot, stirbt auch der Baum. Lang dauernde Fehlernährung führt zu Schlacken, Verkrustungen und verhärteten Substanzen im Darm. Die normale Beweglichkeit verlangsamt sich zunächst. Dann bilden sich oft Darmtaschen (Divertikel). In ihnen sammelt sich Stuhl, er verhärtet sich weiter, reizt die Darmwand. Sie entzündet sich. Es kommt zu einer allmählichen inneren Selbstvergiftung (Autointoxikation).

Die Folgen sind Abgespanntheit, Vitalitätsverlust, Müdigkeit, Depressionen, Konzentrationsmängel und Aggressivität. Mit fortschreitender Selbstvergiftung entwickeln sich häufig die üblichen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, hoher Blutdruck, Immunschwäche, Hautkrankheiten, Migräne, Allergien und auch Darmkrebs (zweithäufigste Krebserkrankung).

Mit der Colon-Hydro-Therapie bekommt der Darm eine Chance zum Neubeginn. Sind die Giftstoffe erst einmal entfernt - dazu bedarf es in der Regel zwischen 6 und 12 Behandlungen - kann sich der Darm wieder erholen und regenerieren. Unsere Langlebigkeit und Gesundheit beginnen im Darm, denn 80% unseres Immunsystems befinden sich dort.

Den Darm auf natürliche Weise in seiner Funktion zu stärken und zu aktivieren ist das Hauptziel der Colon-Hydrotherapie.

 

Wann ist diese sanfte Darmspülung sinnvoll?

Zum Unterstützen der Ausscheidung, bei chronischer Darmträgheit und Verstopfung, nach Ernährungsfehlern, nach Cortison und Antibiotikabehandlungen, bei Müdigkeit und Erschöpfung, Kopfschmerzen und Depressionen, Körper- und Mundgeruch sowie Hautunreinheiten bis zur Schuppenflechte.

Anders als Abführmittel wirkt sie nachhaltig und beseitigt die oben beschriebenen Folgen eines verkrusteten Darms. Sie haben keinen Gewöhnungseffekt.

Die Colon-Hydrotherapie ist bei Fastenkuren und Diäten zur Gewichtsminderung immer eine gute Ergänzung. Sie unterstützt die Effekte der jeweiligen Kur. Die Colon-Hydrotherapie wird häufig mit anderen naturheilkundlichen Verfahren kombiniert. Sie können die Behandlung unterstützen, indem Sie mit unserer Hilfe die Ernährung umstellen, milden Sport betreiben und auf einen gesunden Lebenswandel achten.

 

Einsatz findet die Colon-Hydrotherapie u.a. bei

  • Allergien, Überempfindlichkeiten und Unverträglichkeiten
  • Hautproblemen wie Akne oder Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, depressiven Verstimmungen und Angstzuständen
  • Verdauungsbeschwerden und Blähungen
  • Hypertonie
  • Gelenk- und Weichteilrheuma
  • Fibromyalgie
  • chronischem Müdigkeitssyndrom
  • Asthma
  • verminderter Widerstandskraft gegenüber Infektionen
  • vaginalen Pilzinfektionen
  • Potenzstörungen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Rückenschmerzen

 

Wirkweise und Wirksamkeit

Durch die Colon-Hydrotherapie wird der Dickdarm schrittweise in mehreren Behandlungen von angesammelten Stuhl- und Fäulnisstoffen gereinigt. Die äußere Bauchmassage bzw. die ärztliche manuelle Bauchbehandlung regt zusätzlich die Darmtätigkeit und
- über Reflexzonen - auch die inneren Organe an. Dadurch werden Entgiftung und Stoffwechsel angeregt.

 

Behandlung

Bei der Behandlung liegen Sie ganz entspannt und zugedeckt auf einer bequemen Liege. Durch das dünne Darmrohr wird unter hygienisch sauberen Bedingungen langsam mit wechselnder Druckentwicklung lauwarmes Wasser über das Therapiegerät in den Darm ein- und wieder abgeleitet. So werden schonend Stuhl, verhärtete Fäulnisstoffe und Verdauungsrückstände selbst aus Darmtaschen gespült und ausgeleitet. Patienten empfinden die rhythmischen Wellen des warmen Wassers entspannend und angenehm. Während das Wasser sanft durch Ihren Darm fließt, erhalten Sie eine wohltuende Bauchbehandlung. Der Prozess ist sauber und geruchlos.

Vielfach wird das Spülwasser zusätzlich energetisch aufbereitet. Spezielle Zusätze können beigefügt werden, um die Verjüngungskur des Darmes zu erhöhen.

 

Wiederherstellen einer gesunden Darmflora

Gezielte Substitution unterstützt das Regenerieren des Darms. Wir verwenden hierzu Präparate zur ergänzenden Darmreinigung, Entgiftung und zum Aufbau der Darmflora. Hierzu kombinieren wir sehr pragmatisch Schulmedizin und Naturheilkunde zu Ihrem Nutzen und Vorteil.

 

Therapiegrenzen

Nicht ausgeführt wird die Colon-Hydrotherapie bei entzündlichen Darmkrankheiten, kurzzeitig nach einer Darmoperation, bei ausgeprägten Hämorrhoiden, bei schweren Herzerkrankungen, einer ausgeprägten Störung der Nierenfunktion oder während einer Schwangerschaft.

© by Dr. Michael J. Kausch

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